Wir sind nun eins – denn wir haben fusioniert!

Vorstand

Panja Schweder (links) und Janin Schuett (rechts) die hauptamtlichen Vorstände des VIS

Wir sind nun eins – denn wir haben fusioniert!


Aus dem Verein Integration e.V. und der Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V. 
ist der Verein für Integration und Suchthilfe e.V. (VIS) entstanden.


Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues, nur das Geborgte fehlt - eine Fusion ist fast wie eine Hochzeit, bei der die Braut der Tradition nach diese vier Dinge tragen soll, die ein glückliches Leben symbolisieren. Und wie bei einer Hochzeit, gibt es auch bei einer Fusion eine offizielle
Bekanntmachung: Aus der Fusion von Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V. und dem Verein Integration e.V. ist der Verein für Integration und Suchthilfe e.V. – kurz VIS – geworden.
Der überlieferten Hochzeitstradition nach steht „etwas Altes“ für die Vergangenheit der Braut. Bei unserer Fusion steht es für die langjährige Erfahrung beider Vereine in der sozialen Arbeit im Landkreis Limburg-Weilburg mit Menschen mit psychischer und körperlicher Behinderung und mit Menschen, die mit Abhängigkeit und Sucht konfrontiert sind.
„Etwas Neues“ steht nach dem Hochzeitsbrauch für das neue Leben, welches die Braut mit der Hochzeit beginnen wird und die Hoffnung und den Optimismus, der damit verbunden ist. Auch bei uns im Verein für Integration und Suchthilfe e.V. geht es darum, einen symbolischen Neuanfang zu setzen und von nun an unseren Weg und unsere Arbeit optimistisch und hoffnungsvoll gemeinsam fortzuführen.
Mit „etwas Blauem“ kommt eine historische Komponente zu dieser Tradition hinzu. Früher stand das Blau für die Reinheit und Treue. Es ist die Farbe unseres neuen Logos und wir verbinden damit ein Versprechen darauf, auch zukünftig in der gewohnten Zuverlässigkeit unsere Arbeit zu verrichten und dabei unseren bisherigen Grundhaltungen treu zu bleiben – auch wenn wir uns äußerlich verändert haben, bleiben wir dieselben. 

Ähnlich wie bei einer Hochzeit waren auch die Vorbereitungen für die Fusion arbeitsintensiv und aufregend und sind nicht immer reibungslos verlaufen. 
Die Jugend- und Drogenberatung e.V. gegründet 1974 und der Verein Integration e.V. gegründet 1987 sind sozusagen „in den besten Jahren“, als sie beschließen, ihren Weg zukünftig gemeinsam zu gehen. Schon 2017 finden die ersten Gespräche statt, denen bereits lange Vorüberlegungen bei beiden Vereinen vorausgegangen sind.
Unterschiedliche Aspekte sind ausschlaggebend: Zum einen das Alter der ehrenamtlichen Vorstände und Geschäftsführungen in beiden Vereinen. Alle sind sich einig, dass es an der Zeit ist, die Verantwortung weiterzugeben und dies im Rahmen von Veränderungen, da ein ehrenamtlicher Vorstand in der mittlerweile erreichten Größenordnung der beiden bisherigen Vereine dies nicht – und erst recht nicht für den Gesamtverein – weiterhin leisten kann. Ein Struktur- und Generationenwechsel soll mit der Fusion einhergehen.
Hinzu kommt, dass immer höhere Anforderungen in fachlicher und administrativer Hinsicht an die Vereinsführung und die Leistungserbringer gestellt werden. Ob nun rein administrative Dinge wie beispielsweise im Bereich der EDV, im Datenschutz oder im Arbeitsrecht – die Liste wäre noch um einige Punkte erweiterbar - oder auch fachliche Veränderungen, wie sie das Bundesteilhabegesetz ab dem Jahr 2020 mit sich bringt, in Summe braucht es dafür eine gut aufgestellte Organisation, die nur gemeinsam realisiert werden kann.
Und nicht zuletzt ist es die Veränderung bei den Erkrankungen der Klienten. Sind beide Vereine bis dahin noch auf bestimmte Bereiche festgelegt: Die Jugend- und Drogenberatung e.V. auf den Bereich der Suchterkrankungen und der Verein Integration e.V. auf den Bereich der psychischen und körperlichen Behinderungen, so zeigt sich doch immer stärker, dass Doppeldiagnosen und Komorbiditäten zunehmen. Die Individualisierung als gesellschaftliches Phänomen macht sich auch hier bemerkbar, weshalb eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche kaum noch möglich ist.
Da erscheint es mehr als sinnvoll, über eine Fusion die Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um die eigene Position zu stärken und zukunftsorientiert aufzustellen. Von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg, der über viele Mitgliederversammlungen,
Mitarbeitergespräche, Anwalts- und Notartermine und noch viel mehr Dank des persönlichen Einsatzes der Vorstände und Geschäftsführungen nun seinen Abschluss gefunden hat:


Heute sind wir VIS!

Mit der Fusion bündeln wir unsere beruflichen Kompetenzen und unser soziales Engagement unter einem Dach. Heute arbeiten wir gemeinsam mit fast hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an neun Standorten in Limburg, Weilburg, Hadamar, Villmar und überall dort, wo unsere Klienten wohnen, also im gesamten Landkreis Limburg-Weilburg. Wir haben uns der Aufgabe verschrieben, Menschen mit psychischer und körperlicher Behinderung und Menschen, die mit Abhängigkeit und Sucht konfrontiert sind, einen besseren Zugang zur Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen und dazu bieten wir in unseren unterschiedlichen Einrichtungen die jeweils adäquate
Möglichkeit, Unterstützung und Hilfe zu erhalten.

Das Zentrum für den gesamten Verein ist die Geschäftsstelle in Weilburg, von der aus die hauptamtlichen Vorstände Janin Schuett und Panja Schweder den Verein führen und wo auch die administrativen Bereiche angesiedelt sind.

Ähnlich wie nach einer Hochzeit, fängt auch nach einer Fusion die eigentliche Arbeit erst an. So gilt es nun, die Zukunft gemeinsam zu gestalten und die langjährige Arbeit weiterzuführen und auszubauen. Dabei wird sich erweisen, ob die Glückssymbole „etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues …“ halten, was sie versprechen oder ob nicht vielmehr Tradition, Professionalität und Nachhaltigkeit, das Fundament unseres Vereins, auch die Garanten für seine Zukunft sind.


Abschließend bleibt auf jeden Fall eines gewiss: Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft!